Schotter auf der Straße

Verkehrszivilrecht
Oder auch "Wenn zwei sich streiten...."

So könnte der Oberbegriff für diese Seite lauten. Beim Zivilrecht geht es eigentlich immer um die Rechtsbeziehungen zwischen den Bürgern untereinander.

Mit "Bürgern" sind hier natürlich nicht nur die natürlichen Personen, sondern auch Unternehmer, juristische Personen ("Firmen") und dergleichen gemeint. Zum Verkehrszivilrecht wird das ganze immer dann, wenn auf mindestens einer Seite einer rechtlichen Beziehung ein Verkehrsteilnehmer steht.
Natürlich ist diese Defintion noch ein wenig ungenau. Also schauen wir uns lieber einmal ein paar Beispiele an.

Verkehrsunfall

Nach einem Unfall geht es natürlich um den Ersatz des Schadens. Und dann stellt sich natürlich die Frage: "Wer bezahlt?" - Juristendeutsch: "Was ist der Haftungsgrund?"

Nachdem geklärt ist, wer die Zeche zahlt, geht es zumeist um das "Wie viel?"

Der Fahrzeugschaden scheint ja meist noch einfach zu berechnen sein. Doch auch da steckt der Teufel, wie so oft, im Detail. Darf ich das Motorrad noch reparieren, wenn der Schaden höher ist als der Wert des Krades? Wie bewertet man eigentlich einen Oldtimer?
Und dann gibt es ja noch weitere Fragen. Darf ich mir für die Zeit der Reparatur ein Leihfahrzeug nehmen? Und was ist, wenn ich gar ein Leihmopped will, gibt es dann dennoch etwas für die entgangene Nutzung?

Richtig schwierig wird es dann aber, wenn es nicht nur beim Sachschaden geblieben ist.

Wie berechne ich ein Schmerzensgeld? Was ist mit einem Verdienstausfall? Gibt es für die Hausfrau (und natürlich auch für den Hausmann) auch einen Ersatzanspruch dafür, dass der Haushalt nicht mehr geführt werden kann?

Kaufrecht

"Gekauft wie gesehen und Probe gefahren" - Was heißt das überhaupt?
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung?

Das gerade gebraucht gekaufte Motorrad wird vom Käufer stolz vom Hof des Händlers gefahren. Der Zweizylinder grummelt satt vor sich hin. Doch dann beim Beschleunigen gibt es einen lauten Knall, eine Rauchwolke und das Motorrad verstummt. "Was für Rechte habe ich denn jetzt eigentlich?" fragt sich der Käufer. Darf ich dem Händler den Eisenhaufen einfach wieder auf den Hof stellen und mein Geld zurück verlangen?

Werkvertragsrecht

Eigentlich sollte die Werkstatt ja nur einen Ölwechsel machen und einmal "kurz über das Motorrad schauen". Doch dann der Schock - Das Bike soll abgeholt werden und der Werkstattmeister präsentiert die gepfefferte Rechnung. "Wir haben einen Defekt des Motors festgestellt und mussten daher einen Tauschmotor verbauen", deswegen ist es ein wenig teurer geworden.

"Muss ich diese Rechnung jetzt bezahlen?" Fragt sich der Kunde.

Oder die Reparatur wurde verpfuscht und das Motorrad läuft nach dem Werkstattbesuch schlechter als vorher.

Versicherungsrecht

Der Schock sitzt tief. Da, wo doch eigentlich das Motorrad stehen sollte, steht nichts mehr. Der Platz unter der Straßenlaterne ist leer. Ein Anderer erfreut sich nun offenbar an der Maschine. Zum Glück gibt es ja die Versicherung, meint der Bestohlene. Doch die ziert sich ein wenig. "In Ihrem Vertrag geben Sie an, das Motorrad steht in einer abschließbaren Garage", moniert der freundliche Vertreter der Versicherungsgesellschaft. "Warum war das Motorrad dann am Straßenrand abgestellt?"

Da ist guter Rat teuer.

Sie sehen, es gibt viele Fragen im Verkehrszivilrecht. Oft empfiehlt sich der frühzeitige Gang zum versierten Rechtsanwalt, um auch die passenden Antworten zu erhalten.

Dass dabei guter Rat eben nicht unbedingt auch teuer im Sinne von kostspielig sein muss, erkläre ich Ihnen gern in einem persönlichen Gespäch!